Zielgruppe: Teilnehmen dürfen alle, die bereits das Seminar NISE-Stim® besucht haben oder an einem Besuch dieses Kurses Interesse haben.
Um die NISE-Stim® Therapie noch besser verstehen zu können, empfehlen wir die Teilnahme an dem online- Seminar „Grundlagen der Elektrostimulation“.
In diesem Seminar werden insbesondere die grundlegenden Unterschiede in der Diagnostik und Therapie von peripheren und zentral neurologischen Krankheitsbildern hinsichtlich der Bestimmung der Stimulationsparameter diskutiert – eine Basisschulung für alle, die sich mit Schwierigkeiten bei der Auswahl bzw. Programmierung der richtigen Parameter an ihren kleinen Patientinnen und Patienten konfrontiert fühlen bzw. noch schwer tun.
Hinweis: Für eine effektive Teilnahme an dieser online-Veranstaltung sollte ein Stimulationsgerät inkl. Elektroden (Cefar Rehab X2 oder ein Gerät der Krauth + Timmermann-Reihe) vorhanden sein, da ein Großteil der Lerninhalte in Form von Eigenerfahrung und/oder Partnerarbeit unterrichtet wird.
Dozent: Jürgen Kaus, Hamburg, Physiotherapeut, Sales & Business Development Manager bei
Krauth + Timmermann Elektrostimulation GmbH
Kurszeiten: Sa 10.00-15.00 Uhr (6 UE)
Gebühr: 60,00 € (gilt für DAOM-Mitglieder und Nichtmitglieder)
unter Einbeziehung neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse
Teilnahmevoraussetzung: Osteopathie-Studierende sowie praktizierende Osteopathinnen und Osteopathen
Bei einer traditionellen, makroskopisch-funktionell ausgerichteten Betrachtungsweise des craniomandibulären Systems (CMS) steht meist das Kiefergelenk des adulten Menschen im Mittelpunkt, da es an der Ausführung der wichtigsten Funktionen unseres Gesamtorganismus beteiligt ist. Diese lassen sich in zwei große Gruppen untergliedern:
• mastikatorisch für die Nahrungsaufnahme, -zerkleinerung und -aufbereitung in schluckfähige Bissen
• sensitiv und sensorisch für Tast-, Druck-, Temperatur- und Geschmacksempfindungen
Im Hinblick auf die aktuelle osteopathische Praxis und den aktuellen Wissensstand in Anatomie und Physiologie ist es unseren beiden Referenten äußerst wichtig, einen großen Teil der Entwicklung des CMS von der Geburt bis zu den bleibenden Zähnen umfangreicher und intensiver darzulegen als in gängigen Lehrbüchern üblich. Daher finden Entwicklung und funktioneller Umbau von Viszero- und Neurocranium besondere Berücksichtigung. Während dieser Phase und darüber hinaus findet ein permanenter Lernprozess für das CMS statt, da wir lediglich mit einem Saugreflex geboren werden. Das aktive Zerkleinern der Nahrung wird erlernt und in das motorische System engrammiert. Unter Einschluss der o. g. Fakten hat sich in den letzten 20-30 Jahren durch viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse gezeigt, dass unser craniomandibuläres System unbedingt in einem größeren Zusammenhang gesehen werden muss.
Für die mechanisch korrekte Bewältigung der Mastikation bedarf es einer mehrstufigen, äußerst sensitiven zentralnervösen Steuerung. Diese besteht aus der Kontrolle der Durchführung und deren direkter Korrektur bei Abweichungen vom Bewegungsmuster. Hierfür benötigt es den ständigen Zufluss von zahlreichen sensitiven und sensorischen Informationen aus dem gesamten Bereich des Viscerocraniums und des postcraniellen Systems. Wegen dieser Abläufe wird der Mastikation und dessen Genauigkeitsgrad in der Umsetzung besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt, da er zu einem der präzisesten Vorgänge in unserer gesamten Motorik gehört. In diesem Zusammenhang muss auch auf den biologisch elementaren Aspekt der Homöostase hingewiesen werden.
Die oben geschilderten Vorgänge unterliegen ihrerseits der permanenten Analyse durch den Hypothalamus, der bidirektional mit allen beteiligten motorischen Zentren des Kortex zusammenarbeitet. Letztendlich ergibt sich zusammenfassend, dass der Hypothalamus in eine strenge hierarchische nervale Ordnung eingebunden ist, denn nach aktuellen Erkenntnissen wird dessen funktionell übergeordnete nervale Struktur durch das Limbische System repräsentiert. Als funktionelle Endstrecken für die Übermittlung von Anweisungen an unsere Organsysteme benutzt der Hypothalamus letztendlich je nach Notwendigkeit die peripheren Bahnen des Parasympathischen bzw. des Sympathischen Nervensystems.
Dozent/in: Gudrun Schaffron, Vorstandsvorsitzende der DAOM® / Prof. Dr. Rainer Breul D.O. h.c.
Kurszeiten: Fr und Sa 9.00–17.30 Uhr (16 UE)
Gebühr: 495,00 € (DAOM-Mitglieder: 470,00 €)
Die dreidimensionale, manuelle Fußtherapie auf neurophysiologischer Grundlage orientiert sich an der funktionellen Fußentwicklung im ersten Lebensjahr des Kindes und an den manualtherapeutischen Grundsätzen. Daraus resultieren neue Grundlagen zur Frühdiagnostik und Frühbehandlung von Fußfehlhaltungen wie Sichel-, Serpentinen-, Klump-, Hacken- und Knick-Plattfüßen, auch spastische Knick-Plattfüße mit speziellen Mobilisations- und Dehngriffen und den entsprechenden funktionellen Binden.
Die anatomischen und muskulären Fehlhaltungen von Sichel-, Serpentinen-, Klump-, Knick-Senkfuß, Talus verticalis, spastischem Knickplattfuß und Hackenfuß werden gezeigt, anschließend üben alle Kursteilnehmer/innen die Therapiegriffe.
Zudem wird die normale Gestaltumwandlung des Kleinkindes vom O- zum X- bis zum geraden Bein dargestellt, es wird über die optimale Schuhversorgung gesprochen und was dabei beachtet werden muss.
Dozentin: Cornelia Gondosch-Weinhold – Bitte beachten Sie die unter diesem Link aufgeführten Informationen zu Lehrinhalten, Teilnahmevoraussetzungen, Lizenz etc.
Voraussetzung: Physiotherapeut(inn)en mit abgeschlossener Ausbildung (für diesen Kurs gibt es keine osteopathischen Fortbildungspunkte)
Kurszeiten: Do 10.00-18.00 Uhr, Fr + Sa 9.00-17.00 Uhr, So 9.00-16.00 Uhr (36 U’Std.)
Kursgebühr: 695,00 € (gilt für DAOM-Mitglieder und Nichtmitglieder)
Veranstaltungsort: Meppen (UV-Power Licht GmbH, Industriestr. 24-26, 49716 Meppen)
Wir wollen in diesem Kurs die Spuren von Traumata und ihre Auswirkungen auf verschiedene Altersgruppen von Neugeborenen und Kleinkindern bis hin zu Kindern und Jugendlichen betrachten.
Anatomie, Physiologie, Kognition und Psychologie von Babys und Kindern unterscheiden sich von denen Erwachsener. Mechanische Auswirkungen werden absorbiert, und es kommt zu Anpassungsänderungen, die zur neuen „Norm“ für die sich entwickelnde Physiologie werden und sich auf die Entwicklung des Kindes auswirken können. Daher muss jeder Ansatz zur Behandlung von Traumata im Kindesalter deren Auswirkungen auf die sich entwickelnde Physiologie berücksichtigen.
Kindliche Aktivitäten und sich mit dem Alter verändernde Reifegrade bedeuten eine unterschiedliche Exposition gegenüber mechanischen Traumarisiken. Am besten kennen wir Geburtstraumata und die verschiedenen Druckkräfte, die auf den Körper des Neugeborenen einwirken. Wenn das Baby wächst und neugierig seine Umgebung erkundet, kann der Körper des Kleinkindes die meisten Auswirkungen von Unfällen abfedern. Mit zunehmendem Alter kommt es zu Verletzungen, die mit dem Erlernen der Fortbewegung zusammenhängen.
Als Teenager konzentriert sich das Leben hauptsächlich auf das Selbstbild, körperliche Aktivitäten und Sport. Während dies ein normaler Übergang in den Aktivitäten eines heranwachsenden Kindes ist, gibt es „versteckte” Auswirkungen auf die sich entwickelnde Physiologie. Diese stehen in einem Verhältnis zu ihrem kognitiven, körperlichen und sozialen Entwicklungsstand. Spuren äußerer Einflüsse wirken sich auf die sich entwickelnde Neurobiologie und die Körperfunktionen aus. Dies äußert sich in einer Desintegration neuronaler Muster, beispielsweise bei der neurosensorischen Verarbeitung, und einer Verschlimmerung bestehender Gesundheitsprobleme wie z. B. Asthma. Bei Jugendlichen, die Kontaktsportarten ausüben, haben postkommotionelle Syndrome einen großen Einfluss auf die Gesundheit, die geistige Leistungsfähigkeit und das Selbstvertrauen der Teenager.
Die osteopathischen Prinzipien in Rollin Beckers Ansatz zur Traumabehandlung bewerten sowohl die Wucht des Traumas als auch die Richtung, in der es stattfand, um eine Lösung für das Trauma in den verschiedenen Kontexten zu finden.
Unsere praktischen Übungen in diesem Kurs berücksichtigen die Ideen u. a. folgender Osteopathen:
- Dr. Rollin Becker und Dr. Robert Fulford betonten, wie wichtig es ist latente Schocks zu bewerten und zu lösen.
- Dr. Viola Frymann brachte Lernschwierigkeiten und Neurodiversität mit Skelettverformungen aufgrund von Traumata bei der Geburt oder im Säuglingsalter in Verbindung.
- Donald Ingbar wies auf mechanische Kräfte hin, die die Tensegrität und Mechanotransduktion beeinflussen.
Dozentin: Tajinder K. Deoora MSc, DO (Hons), Dip Phyt, POD, FSCCOM (England) – Leiterin der Deoora Clinic in London, seit rund 40 Jahren osteopathisch tätig und spezialisiert auf pädiatrische Osteopathie. Gleichwohl gilt ihr Interesse auch erwachsenen Patienten mit komplexen Beschwerden. Sie ist international als Referentin tätig.
Voraussetzung: Osteopathen mit abgeschlossener Ausbildung (BAO, EROP oder vergleichbar)
Kurszeiten: Freitag und Samstag von 9.00-18.00 Uhr (18 UE)
Gebühr: 420,00 € (DAOM-Mitglieder: 395,00 €)
Hinweis: Kurssprache ist englisch mit begleitender Übersetzung, das Skript ist englisch.
Die Teilnahme ist auch ohne Kurs 1 möglich!
Integrative Osteopathie für strukturelles Gleichgewicht von HWS und BWS: Diagnostik und Behandlung von myofaszialen Dysfunktionen und Mikro- und Makrotensegrity der HWS, BWS und Schulter
In diesem Kurs wollen wir verdeutlichen, wie reversible Störungen von Schulter, HWS und BWS strukturell und integrativ behandelt werden können. Im Vordergrund steht das Erstellen der Leitlinien für die Behandlungsstrategie und das Trainieren und Verfeinern effektiver Techniken, die korrektive Informationen an das Bindegewebe geben können.
Therapie und strategische Leitlinien:
- Behandlung von myofaszialen Dysfunktionen auf Mikro- und auf Makroebene
- Die Reorganisierung der Haltungssteuerung bzw. der Kopfhaltung
- HWS-Stabilität und -Instabilität
- Schleudertrauma
- Vegetative Umorientierung
- Impulstechniken und manipulative Techniken
- Der Struktur durch reflexogene Korrektur seine autonomen Funktionen zurückgeben
Dozenten: Philip van Caille D.O., B.Sc. / Uta Noruschat D.O. (beide Steinhausen/Schweiz)
Teilnahmevoraussetzung: Osteopathen mit abgeschlossener Ausbildung (BAO, EROP oder vergleichbar)
Kurszeiten: Do und Fr 9.00–18.00 Uhr, Sa 9.00–14.00 Uhr (24 U’Std.)
Gebühr: 560,00 € (DAOM-Mitglieder: 535,00 €)