Offenes Seminar – die Anmeldung ist auch möglich für Ärzte und Therapeuten ohne Osteopathie-Abschluss!

Bei einer makroskopisch-funktionell ausgerichteten Betrachtungsweise des craniomandibulären Systems (CMD) des Menschen steht meist das Kiefergelenk im Mittelpunkt, da es an der Ausführung wichtiger Funktionen unseres Gesamtorganismus beteiligt ist. Diese lassen sich ihrer Bedeutung nach untergliedern in folgende Teilfunktionen:

  • mastikatorisch für die Nahrungsaufnahme, -zerkleinerung und –aufbereitung in schluckfähige Bissen
  • sensitiv und sensorisch für Tast-, Druck-, Temperatur- und Geschmacksempfindungen
  • respiratorisch für Nasen- und Mundatmung
  • phonetisch für Bildung von Vokalen und Konsonanten
  • ästhetisch-physiognomisch durch Aktivität
  • der mimischen Muskulatur etc.

Neben diesen funktionell bedeutsamen Funktionen können eine Vielzahl von gewichtigen Gründen aufgeführt werden, die verdeutlichen, dass unser Kiefergelenk in einem größeren Zusammenhang gesehen werden muss. Denn es gehört als wesentliche Komponente des CMD zu einem komplexen Funktionskreis, welcher bei der biomechanischen Bewältigung der Mastikation einer mehrstufigen zentralnervösen Steuerung, Kontrolle und Rückmeldung unterliegt. Hierzu bedarf es des ständigen Zuflusses von sensitiven und sensorischen Informationen aus dem Viscerocranium und dem postcraniellen System.

Abgehandelt werden zum tieferen Verständnis nachfolgende Programmpunkte:

a) Entstehung unseres Kiefergelenks –Articulatio temporomandibularis

b) Morphologie des Kiefergelenks

c) Kinematik des Kiefergelenkes

d) Öffnungs-, Schließ- und Rückbissbewegung

e) Kaumuskulatur – Mm. Masticator

f) Mechanorezeptoren rund um das Kiefergelenk: Ruffini-Endigungen, Pacini-Körperchen, Golgi-Sehenorgane und freie Nervenendigungen

g) Biomechanik des Kiefergelenks

h) Zentralnervöse Steuerung der Mastikation

i) Koppelung des craniellen an das postcranielle System

Aus diesen zuvor aufgeführten anatomisch-physiologischen Voraussetzungen lassen sich übergeordnet noch eine Reihe von Zusammenhängen erstellen, die auf eine Koppelung beider Systeme durch überregional wirkende Funktionsketten hinweisen, die anscheinend anatomisch-morphologisch, biomechanisch und neurophysiologisch eng miteinander verknüpft sind. Selbst unter dem Vorbehalt, dass diese Zusammenhänge zurzeit noch kontrovers diskutiert werden, darf die normale als auch die pathologische Funktion des Kiefergelenks nicht losgelöst von einer Koppelung an den postcraniellen Bewegungsapparat betrachtet werden.

Kurszeiten: Fr-Sa 9.00–18.00 Uhr, So 9.00–14.00 Uhr (24 U’Std.)

Kursgebühr: 525,00 €

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